Der Rabe, Edgar Allan Poe
Januar 1, 2009
…Einst in dunkler Mittnachtstunde,
als ich in entschwundner Kunde wunderlicher Bücher forschte,
bis mein Geist die Kraft verlor und mir’s trübe ward im Kopfe,
kam mir’s plötzlich vor, als klopfe jemand zag ans Tor, als klopfe –
klopfe jemand sacht ans Tor. Irgendein Besucher, dacht ich,
pocht zur Nachtzeit noch ans Tor – weiter nichts. – So kam mir’s vor.
Oh, ich weiß, es war in grimmer Winternacht,
gespenstischen Schimmer jagte jedes Scheit durchs Zimmer, eh es kalt zu Asche fror.
Tief ersehnte ich den Morgen, denn umsonst war’s, Trost zu borgen
aus den Büchern für das Sorgen um die einzige Lenor, um die wunderbar Geliebte –
Engel nannten sie Lenor –, die für immer ich verlor.
Die Gardinen rauschten traurig, und ihr Rascheln klang so schaurig,
füllte mich mit Schreck und Grausen, wie ich nie erschrak zuvor.
Um zu stillen Herzens Schlagen, sein Erzittern und sein Zagen,
mußt ich murmelnd nochmals sagen: Ein Besucher klopft ans Tor. –
Ein verspäteter Besucher klopft um Einlaß noch ans Tor,
sprach ich meinem Herzen vor.
Alsobald ward meine Seele stark und folgte dem Befehle.
»Herr«, so sprach ich, »oder Dame, ach, verzeihen Sie,
mein Ohr hat Ihr Pochen kaum vernommen, denn ich war schon schlafbenommen,
und Sie sind so sanft gekommen – sanft gekommen an mein Tor;
wußte kaum den Ton zu deuten …« Und ich machte auf das Tor:
Nichts als Dunkel stand davor.
Starr in dieses Dunkel spähend, stand ich lange, nicht verstehend,
träume träumend, die kein irdischer Träumer je gewagt zuvor;
doch es herrschte ungebrochen Schweigen, aus dem Dunkel krochen keine Zeichen,
und gesprochen ward nur zart das Wort »Lenor«, zart von mir gehaucht – wie Echo
flog zurück das Wort »Lenor«. Nichts als dies vernahm mein Ohr.
Wandte mich zurück ins Zimmer, und mein Herz erschrak noch schlimmer,
da ich wieder klopfen hörte, etwas lauter als zuvor. »Sollt ich«, sprach ich,
»mich nicht irren, hörte ich’s am Fenster klirren;
oh, ich werde bald entwirren dieses Rätsels dunklen Flor – Herz, sei still,
ich will entwirren dieses Rätsels dunklen Flor. Tanzt ums Haus der Winde Chor?«
Hastig stieß ich auf die Schalter – flatternd kam herein ein alter, stattlich großer,
schwarzer Rabe, wie aus heiliger Zeit hervor, machte keinerlei Verbeugung,
nicht die kleinste Dankbezeigung, flog mit edelmännischer Neigung
zu dem Pallaskopf empor, grade über meiner Türe auf den Pallaskopf empor –
saß – und still war’s wie zuvor.
Doch das wichtige Gebaren dieses schwarzen Sonderbaren löste meines Geistes Trauer,
und ich schalt ihn mit Humor: »Alter, schäbig und geschoren,
sprich, was hast du hier verloren?
Niemand hat dich herbeschworen aus dem Land der Nacht hervor.
Tu mir kund, wie heißt du, Stolzer aus Plutonischem Land hervor?«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Daß er sprach so klar verständlich – ich erstaunte drob unendlich,
kam die Antwort mir auch wenig sinnvoll und erklärend vor.
Denn noch nie war dies geschehen: über seiner Türe stehen
hat wohl keiner noch gesehen solchen Vogel je zuvor –
über seiner Stubentüre auf der Büste je zuvor, mit dem Namen »Nie du Tor«.
Doch ich hört in seinem Krächzen seine ganze Seele ächzen, war auch kurz sein Wort,
und brachte er auch nichts als dieses vor. Unbeweglich sah er nieder,
rührte Kopf nicht noch Gefieder, und ich murrte, murmelnd wieder:
»Wie ich Freund und Trost verlor, werd ich morgen ihn verlieren –
wie ich alles schon verlor.« Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Seine schroff gesprochnen Laute klangen passend, daß mir graute.
»Aber«, sprach ich, »nein, er plappert nur sein einzig Können vor,
das er seinem Herrn entlauschte, dessen Pfad ein Unstern rauschte,
bis er letzten Mut vertauschte gegen trüber Lieder Chor –
bis er trostlos trauerklagte in verstörter Lieder Chor mit dem Kehrreim: ›Nie du Tor.‹«
Da der Rabe das bedrückte Herz zu Lächeln mir berückte,
rollte ich den Polsterstuhl zu Büste, Tür und Vogel vor, sank in Samtsitz,
nachzusinnen, Traum mit Träumen zu verspinnen über solchen Tiers Beginnen:
was es wohl gewollt zuvor – was der alte ungestalte Vogel wohl gewollt zuvor
mit dem Krächzen: »Nie du Tor.«
Saß, der Seele Brand beschwichtend, keine Silbe an ihn richtend,
seine Feueraugen wühlten mir das Innerste empor. Saß und kam zu keinem Wissen,
Herz und Hirn schien fortgerissen, lehnte meinen Kopf aufs Kissen lichtbegossen –
das Lenor Pressen sollte – lila Kissen, das nun nimmermehr Lenor Pressen sollte wie zuvor!
Dann durchrann, so schien’s, die schale Luft ein Duft aus Weihrauchschale edler Engel,
deren Schreiten rings vom Teppich klang empor. »Narr!« so schrie ich,
»Gott bescherte dir durch Engel das begehrte Glück Vergessen:
das entbehrte Ruhen, Ruhen vor Lenor! Trink, o trink das Glück: Vergessen
der verlorenen Lenor!« Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
»Weiser!« rief ich, »sonder Zweifel Weiser! – ob nun Tier, ob Teufel –
ob dich Höllending die Hölle oder Wetter warf hervor,
wer dich nun auch trostlos sandte oder trieb durch leere Lande
hier in dies der Höll verwandte Haus – sag, eh ich dich verlor:
Gibt’s – o gibt’s in Gilead Balsam? – Sag mir’s, eh ich dich verlor!«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
»Weiser!« rief ich, »sonder Zweifel Weiser! – ob nun Tier, ob Teufel –
schwör’s beim Himmel uns zu Häupten – schwör’s beim Gott, den ich erkor –
schwör’s der Seele so voll Grauen: soll dort fern in Edens Gauen
ich ein strahlend Mädchen schauen, die bei Engeln heißt Lenor? –
Sie, die Himmlische, umarmen, die bei Engeln heißt Lenor?«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
»Sei dies Wort dein letztes, Rabe oder Feind! Zurück zum Grabe! Fort!
Zurück in Plutons Nächte!« schrie ich auf und fuhr empor.
»Laß mein Schweigen ungebrochen! Deine Lüge, frech gesprochen,
hat mir weh das Herz durchstochen. – Fort, von deinem Thron hervor!
Heb dein Wort aus meinem Herzen – heb dich fort, vom Thron hervor!«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Und der Rabe rührt sich nimmer, sitzt noch immer,
sitzt noch immer auf der blassen Pallasbüste, die er sich zum Thron erkor.
Seine Augen träumen trunken wie Dämonen traumversunken;
mir zu Füßen hingesunken droht sein Schatten tot empor.
Hebt aus Schatten meine Seele je sich wieder frei empor? –
Nimmermehr – oh, nie du Tor!
(Edgar Allan Poes Werke. Gesamtausgabe der Dichtungen und Erzählungen,
Band 1: Gedichte, Herausgegeben von Theodor Etzel,
Berlin: Propyläen-Verlag, [1922], S. 116-122.)
Abie Nathan
August 30, 2008

Abie Nathan (hebräisch אייבי נתן) wird am 29.4.1927 in Abadan in Persien geboren und verstirbt am 27.8.2008 in Tel Aviv. Er war ein israelischer Pilot und Friedensaktivist.
Abie Nathan wird im Iran geboren und wächst in Indien. Mit siebzehn Jahren wird er Pilot in der britischen Luftwaffe. 1948 kämpft er als Machal (ausländischer Freiwilliger) im israelischen Unabhängigkeitskrieg und bleibt danach in Israel. In den 1950er Jahren arbeitet er als Pilot bei der israelischen Fluggesellschaft El Al und in den frühen 60ern eröffnete er in Tel Aviv das Restaurant „California“.
Abie Nathan macht Schlagzeilen, als er 1966 einen dramatischen Soloflug mit seinem Privatflugzeug nach Ägypten unternahm, 13 Jahre vor dem Friedensvertrag von Camp David. Der ehemalige Luftwaffenpilot will auf diese Wiese die Aufnahme von Friedensgesprächen mit der Regierung in Kairo erzwingen. Die ägyptischen Behörden behandeln ihn höflich – und schicken ihn nach Israel zurück. Mit seiner Tat wird Nathan zum Pionier der Friedensbewegung.
Dieser „Friedensflug“ ändert sein ganzes Leben. Nach der Rückkehr nach Israel beschließt er, sich ganz der Arbeit für den Frieden zu widmen. In den folgenden Jahrzehnten folgen Friedensmissionen nach Europa, den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. Viele politische Führer lehnen es allerdings ab, sich mit ihm zu treffen. Von anderen bedeutenden Persönlichkeiten wird er dagegen ernst genommen, darunter Papst Paul VI., Bertrand Russell, Jean-Paul Sartre und Robert Kennedy.
Er gründet auf einem Frachter vor der Küste von Tel Aviv seinen eigenen Piratensender mit dem Namen „The Voice of Peace“ (Stimme des Friedens). Mit seiner Mischung von Popmusik und Friedensbotschaften ist der Sender über 20 Jahre hinweg vor allem bei Jugendlichen beliebt. 1993 wird der Betrieb eingestellt, teils wegen finanzieller Probleme, teils, weil Nathan nach der Unterzeichnung des Osloer Friedensabkommens die Mission des Senders für erfüllt hält. Am 28.11.1993 wird das Schiff versenkt.
Nach einem Treffen mit PLO-Führer Jassir Arafat wird Nathan 1989 für 122 Tage inhaftiert. Nach einem Schlaganfall im Jahr 1998 zieht sich Nathan aus der Öffentlichkeit zurück. Er ist nach zwei Schlaganfällen 1996 und 1997 schwer krank.
Die Kernthese, die Nathan als ehemaliger Kriegsteilnehmer vertrittt, ist, daß es jederzeit möglich sei, sich zu ändern und es auch ganz normalen Menschen aus dem Volk möglich sei, „Wunder“ zu vollbringen, da ein Mensch allein eben nicht machtlos sei, sondern immens viel bewegen könne.
Franz Josef Degenhardt
August 23, 2008

Franz Josef Degenhardt wurde am 3.12.1931 in Schwelm geboren. Er ist ein deutscher Dichter, Folk-Sänger und promovierter Rechtsanwalt.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Köln und Freiburg 1952-1956 und Ablegen des ersten juristischen Staatsexamens 1956 sowie des zweiten juristischen Staatsexamens 1960 arbeitete er ab 1961 für das Institut für Europäisches Recht der Universität Saarbrücken. Er erlangte seine Promotion 1966 zum Thema „Die Auslegung und Berichtigung von Urteilen des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften“. 1968 beschäftigte sich Degenhardt mit den Prozessen der APO, wo er meist Sozialdemokraten oder Kommunisten verteidigte. 1961 trat Degenhardt der SPD bei, wurde jedoch 1971 ausgeschlossen, weil er in Schleswig-Holstein zur Wahl der DKP aufgerufen hatte. 1978 trat er in die DKP ein. Als Liedermacher war er eine der Stimmen der 68er-Bewegung; seine ersten Auftritte waren bei den Burg-Waldeck-Festivals 1964-1969. Auf seinem Album Wildledermantelmann kritisiert er die sozial-liberale Einstellung vieler seiner ehemaligen Kampfgenossen. Berühmt wurde Degenhardt vor allem mit dem Lied „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern”. Er schrieb auch eine deutsche Fassung von „Sacco und Vanzetti”. 1967 produzierte er im Quartett mitHanns Dieter Hüsch, Wolfgang Neuss und Dieter Süverkrüp die gemeinsame Platte „Da habt ihr es!”. Degenhardt trat auch bei den UZ-Pressefesten der DKP auf. Er verfasste außerdem mehrere Romane mit zum Teil autobiografischen Zügen, in denen meist Rechtsanwälte oder Liedermacher die Protagonisten sind, unter anderem „Brandstellen”, „Für ewig und drei Tage” und „Der Liedermacher”.
Degenhardt war seit 1983 bis zum Ende der DDR korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR.
Seine beiden Söhne Jan Degenhardt und Kai Degenhardt haben als Liedermacher bereits ebenfalls Soloalben veröffentlicht. Degenhardt ist ein Cousin des 2002 verstorbenen Paderborner Kardinals Johannes Joachim Degenhardt, der für seine sehr konservative Haltung innerhalb der katholischen Kirche bekannt war, und Schwager der Illustratorin Gertrude Degenhardt, die für ihn mehrere Plattencover illustriert hat. Franz Josef Degenhardt wohnt in Quickborn, Kreis Pinneberg.
Rosa von Praunheim
August 21, 2008
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Rosa von Praunheim (eigentlich: Holger Bernhard Bruno Mischwitzky, geboren als Holger Radtke) wurde, am 25.11.1942 in Riga, Lettland geboren. Er ist ein deutscher Filmregisseur und gilt als wichtiger Vertreter des postmodernen deutschen Films. Er war vor allem mit seinem Dokumentarfilm von 1970 „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ der öffentliche Wegbereiter und einer der Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland.
Von Praunheim wurde 1942 während der deutschen Besatzung im Zentralgefängnis in Riga geboren. Seine leibliche Mutter starb 1946 in der Psychiatrie (Wittenauer Heilstätten Berlin). Nach der Geburt wurde Holger Radtke zur Adoption freigegeben. Von der Adoption erfuhr er erst im Jahr 2000 und vom Tod seiner leiblichen Mutter nach längeren Recherchen im Jahr 2006, was er in seinem Film Meine Mütter – Spurensuche in Riga behandelt. Er wuchs als Holger Mischwitzky in Ostberlin auf. 1953 flüchtete die Familie in den Westen; zunächst ins Rheinland, anschließend zog sie nach Frankfurt am Main. Das Humanistische Gymnasium in Frankfurt verließ von Praunheim mit der Mittleren Reife, um an der Werkkunstschule in Offenbach und später an der Hochschule für Bildende Künste in Westberlin in der Abteilung Freie Malerei zu studieren, ohne aber einen Abschluss zu erlangen.
In den 1960er-Jahren debütierte er mit Experimental- und Kurzfilmen, wie „Samuel Beckett“ (1969), mit denen er sich bald einen Namen machte. Im selben Jahr heiratete er die Schauspielerin Carla Egerer alias Carla Aulaulu; 1971 ließ sich das Paar scheiden. Mitte der 1960er-Jahre nahm er den Künstlernamen „Rosa von Praunheim“ an, der eine Reminiszenz an den Rosa Winkel darstellt, den homosexuelle Männer in der Zeit des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern tragen mussten, sowie an den Frankfurter Stadtteil Praunheim, wo er als Jugendlicher aufwuchs.
Praunheims erster großer Spielfilm entstand 1970: „Die Bettwurst“ wurde zum Kultfilm, auf den 1973 eine Fortsetzung „Berliner Bettwurst“ folgte. Ebenfalls 1970 erregte von Praunheim Aufsehen mit seiner Dokumentation Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt, die zur damaligen Zeit unter anderem zur Gründung zahlreicher Homosexuelleninitiativen führte.
1979 erhielt er den Bundesfilmpreis für „Tally Brown“, sein „Wunderbares Wrodow“ von 1999 erhielt den Robert-Geisendörfer-Medienpreis.
Großes Aufsehen erregte Rosa von Praunheim am 10. Dezember 1991 durch die von ihm in Deutschland losgetretene Outing-Debatte, als er unter anderem den Moderator Alfred Biolek, den KomikerHape Kerkeling und fälschlicherweise den Schauspieler Götz George in der RTL plus-Sendung „Explosiv – Der heiße Stuhl“ öffentlich als schwul bezeichnete – eine Aktion, die er später als „Verzweiflungsschrei auf dem Höhepunkt der AIDS-Krise“ bezeichnete, die er nicht wiederholen würde.
1999 erfuhr von Praunheim von seiner Adoptivmutter Gertrud Mischwitzky von seiner Adoption. Recherchen ergaben seinen Geburtsnamen Holger Radtke. Dies berichtete von Praunheim im Juni 2006 in einem Interview mit dem Berliner Boulevardblatt „B.Z.“. Seine Spurensuche bildet den Hintergrund seines Dokumentarfilms „Meine Mütter – Spurensuche in Riga“ von 2007.
In 30 Jahren drehte von Praunheim über 50 Filme. Neben Homosexualität waren seine Themen „ältere, vitale Frauen“ (zum Beispiel Evelyn Künneke und Lotti Huber) und seit den späten 1980er-Jahren die AIDS-Prävention.
Rosa von Praunheim war bis 2006 Dozent für Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Er lebt in Berlin.
2008 erhält von Praunheim in Osnabrück den 17. Rosa-Courage-Preis.
Josef Winkler
Juni 18, 2008

Josef Winkler wurde am 3.3.1953 in Kamering in Kärnten geboren. Er ist ein österreichischer Schriftsteller.
Josef Winkler wuchs in Kärnten auf und lebt zur Zeit in Klagenfurt. Von 1973 bis 1982 arbeitete er in der Verwaltung der Klagenfurter Universität für Bildungswissenschaften; ab 1979 war er freigestellt. Josef Winkler organisierte zu dieser Zeit einen Literarischen Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit Alois Brandstetter und gab die Literaturzeitschrift Schreibarbeiten heraus.
Im Jahr 1979 gewann er mit dem Roman Menschenkind den zweiten Preis beim Ingeborg-Bachmann-Preis, der damals Gert Hofmann zugesprochen wurde. Das Buch bildet gemeinsam mit den folgenden Romanen Der Ackermann aus Kärnten und Muttersprache die Trilogie Das wilde Kärnten.
In Josef Winklers Texten spielt die Homosexualität eine bedeutende Rolle – Winkler beschreibt, ausgehend von autobiografischen Erfahrungen, die Schwierigkeiten homosexueller Lebensformen in einer patriarchal und katholisch geprägten Welt. Josef Winkler stellte für sein Werk den Bezugsrahmen zu anderen Schriftstellern her, mit denen ihn das zentrale Thema der Homosexualität verband, darunter etwa Jean Genet und Hans Henny Jahnn, wobei auch der expressionistisch geprägte literarische Ausdruck faszinierte. Zuletzt erschien im Jahr 2007 die Novelle Roppongi. Requiem für einen Vater. Josef Winkler ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und der Interessengemeinschaft österreichischer Autorinnen & Autoren.
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=6730
Edward Steichen, der Patriarch der Fotographie
Juni 14, 2008

Edward Jean Steichen (eigentlich: Edouard Jean Steichen) wurde am 27.3.1879 in Bivange, Großherzogtum Luxemburg geboren und verstarb am 25.3.1973 in West Redding,Connecticut. Er war ein bedeutender Fotograf des 20. Jahrhunderts und wird auch als Patriarch der Fotografie bezeichnet.
Die Familie wanderte 1881 nach Amerika aus, wo Steichens Vater in einer Kupfermine Arbeit fand.
1895 machte Edward Steichen seine ersten Fotoaufnahmen. Der berühmte Fotograf Alfred Stieglitz ermutigte das junge Talent, indem er ihm drei Aufnahmen abkaufte. Steichen wurde Mitglied der Photo-Secession und einer der bedeutendsten Vertreter des Pictorialismus. Mit Stieglitz eröffnete er 1905 in New York eine eigene Kunstgalerie „The Photo-Secession Galleries“ oder auch „291“ (nach ihrer Adresse: 291 Fifth Avenue). Im Ersten Weltkrieg wandte er sich vom Stil des Pictorialismus ab und widmete sich der Kriegsfotografie. Später arbeitete er für die Modezeitschriften Vanity Fair und Vogue, fotografierte Prominente, war imZweiten Weltkrieg Leiter der Fotografieabteilung der US-Marine und war in den Jahren 1947 bis 1962 Direktor der Fotoabteilung des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA).
Edward Steichens magnum opus ist die Fotoaustellung The Family of Man, die er für das MoMA anfangs der 1950er Jahren zusammenstellte. Nach den Erfahrung des Krieges sollte sie helfen, eine bessere Welt zu schaffen. Die Kraft der Liebe und Mitmenschlichkeit sollte Hass, Gewalt und Zerstörung überwinden. Die Ausstellung wurde zu einem phänomenalen Publikumserfolg. Mancher Kritiker (u. a. Roland Barthes) rügte Steichens Bemühung allerdings als naiv und verlogen. Seit 1994 ist The Family of man als Dauerausstellung im Schloss von Clervaux (Luxemburg)zu sehen.
«Als ich mich der Fotografie widmete, war es mein Wunsch, sie als Kunst anerkannt zu sehen. Heute würde ich für dieses Ziel keinen Pfifferling geben. Die Aufgabe des Fotografen ist es, den Menschen dem Menschen zu erklären und ihm zur Selbsterkenntnis zu verhelfen.» (Edward Steichen).
Am 14. Februar 2006 ist eine von insgesamt drei existierenden Vergrößerungen von Edward Steichens Foto „The Pond-Moonlight“ (1904) bei Sotheby’s, New York City für 2,928 Millionen Dollar (2,46 Millionen Euro) versteigert worden. Dies ist der bis dahin höchste Auktionspreis für eine Fotografie – abgelöst im März 2007, als jemand 3.3 Millionen Dollar für das Werk „99 cent II, Diptych“ von Andreas Gursky bezahlte.
Eric Kandel
Juni 1, 2008
Eric Kandel
Mai 31, 2008

Eric Richard Kandel wurde am 7.11.1929 in Wiengeboren. Er ist ein US-amerikanischer Neurowissenschaftler österreichischer Herkunft.
Eric Kandel wurde 1929 als Sohn von Charlotte Zimels und Hermann Kandel als zweites Kind nach seinem fünf Jahre älteren Bruder Lewis geboren. Schon während seiner ersten elf Lebensjahre in Wien zeigte sich ein großes Interesse für die Biologie. 1939 musste Kandel mit seiner Familie aufgrund seiner jüdischen Abstammung in die Vereinigten Staaten emigrieren, da der Antisemitismusnach dem Einmarsch und der Besetzung Österreichs durch deutsche Truppen stark zugenommen hatte und ein normales Leben für Juden nahezu unmöglich machte.
Den Rest seiner Grundschulzeit verbrachte er auf der Jeschiwa (ישיבה) in Flatbush, einem Stadtteil von New York, bis er 1944 auf die Erasmus Hall High School in Brooklyn übertrat, wo er begann, sich für Geschichte und Literatur zu interessieren. Dort wurde ihm auch als einem von zwei Schülern, die unter mehr als 1.400 Bewerbern ausgewählt wurden, ein Stipendium für ein Studium an derHarvard University in Cambridge, Massachusetts, bewilligt.
Zu den Neurowissenschaften kam Kandel über eine befreundete Kommilitonin, deren Eltern überzeugte Anhänger der Freudschen Theorie zur Psychoanalyse waren. So war Sigmund Freud, der Pionier in der Erforschung der unbewussten neuralen Vorgänge im menschlichen Gehirn, die Ursache für Kandels Interesse an der Biologie der Motivation und bewusstem und unbewusstem Gedächtnis.
Molekulare Veränderungen beim Lernprozeß
Seit 1966 arbeitete James Schwartz mit Kandel an einer biochemischen Analyse von Veränderungen in Nervenzellen, die mit dem Lernen und der Erinnerung zu tun haben. Zu dieser Zeit war bekannt, dass eine Speicherung von Dingen im Langzeitgedächtnis, anders als im Kurzzeitgedächtnis, die Herstellung von speziellen Eiweißen voraussetzt. 1972 kamen sie zu der Erkenntnis, dass in den Ganglien der Aplysia unter Bedingungen, die die Speicherung im Kurzzeitgedächtnis hervorrufen, der Second Messenger cAMP hergestellt wird. 1974 wurde herausgefunden, dass derNeurotransmitter Serotonin, der an der Herstellung von cAMP beteiligt ist, molekular direkt zu einer Sensibilisierung gegen einen bestimmten Reflex führen kann.
1983 half Kandel, das Howard Hughes Medical Institute für molekulare Neurowissenschaften der Columbia University aufzubauen. Mit seinen Laborkollegen fuhr er fort, die Proteine zu identifizieren, die herzustellen sind, um Kurzzeitgedächtnis in Langzeitgedächtnis umzuwandeln. In Zusammenarbeit mit anderen Forschern wurde der Transkriptionsfaktor CREB (engl. cAMP response element binding protein) entdeckt und seine Rolle als ein zum Langzeitgedächtnis beitragendes Protein erwiesen. Eine Folge der Aktivierung von CREB ist eine Steigerung der Zahl synaptischer Verbindungen. Daraus wurde gefolgert, dass Kurzzeitgedächtnis eine Folge von funktionalen Veränderungen in bereits existierenden Synapsen ist und Langzeitgedächtnis aus einer Änderung in der Gesamtzahl der Synapsen hervorgeht.
Einige der synaptischen Veränderungen, die in Kandels Labor entdeckt wurden, sind Beispiele für Lernvorgänge nach der Hebbschen Regel. So beschreibt eine der Publikationen (Activity-dependent presynaptic facilitation and hebbian LTP are both required and interact during classical conditioning in Aplysia; Neuron. 2003 Jan 9;37(1):135-47; [1] ) die Rolle Hebbschen Lernens beim Aplysia siphon-withdrawal reflex.
Außerdem wurden in dem Labor bedeutende Versuche mit künstlich genmutierten Mäusen zur Suche nach der molekularen Basis für Erinnerungsfähigkeit im Hippocampus von Wirbeltieren durchgeführt. Kandels ursprüngliche Vermutung, dass bestimmte Lernmechanismen sich bei allen Lebewesen zeigen, hat sich als richtig erwiesen. Es wurde festgestellt, dass Neurotransmitter,Second Messenger, Proteinkinasen, Ionenkanäle und Transkriptionsfaktoren wie CREB sowohl bei Wirbeltieren als auch bei Wirbellosen an Lern- und Speicherungsvorgängen beteiligt sind.
Seit 1974 ist Eric Kandel Mitglied der National Academy of Sciences der USA.
Nobelpreis 2000
2000 wurde Eric R. Kandel zusammen mit dem Schweden Arvid Carlsson und dem Amerikaner Paul Greengard der Nobelpreis für Medizin für ihre Entdeckungen betreffend der Signalübertragung im Nervensystem verliehen.
Gérard de Nerval
Mai 18, 2008

Gérard de Nerval (eigentlich Gérard Labrunie) wurde am 22.5.1808 in Paris geboren und verstarb am 26.1.1855 ebenda. Er war ein französischer Schriftsteller.
Sein Platz in der französischen Literaturgeschichte ist der eines als etwas randständig und schwierig geltenden Vertreters der Romantik, dessen beste Texte heute jedoch frischer wirken als die vieler einst renommierterer Autoren der Zeit. Die für normale Leser quasi unzugängliche, als Kunst am Rande des Wahnsinns erscheinende Aurelia hat viele spätere Autoren fasziniert, z. B. Baudelaire oder die Surrealisten der 1920er Jahre.
Gérard de Nerval (wie er sich ab 1831 nannte) war Sohn eines Mediziners, der kurz nach der Geburt seines Kindes zum Stabsarzt ernannt und zur französischen Rheinarmee nach Deutschland versetzt wurde. Da die junge Mutter ihren Mann an seinen Einsatzorten begleiten wollte, gab sie Gérard zu einer Amme im heimatlichen Valois, starb allerdings schon 1810 im fernen Schlesien. Hiernach kam er zu einem Onkel der Mutter, ebenfalls im Valois. Dort blieb er, bis er 1814, nach dem Ende der napoleonischen Feldzüge, vom endlich heimgekehrten Vater nach Paris geholt wurde. Hier besuchte er das Lycée Charlemagne, wo er den späteren Autor Théophile Gautier als Mitschüler hatte.
Nachdem er schon mit 13 das Versemachen angefangen hatte, wurde er erstmals 1826 und 27 gedruckt, und zwar mit politisch oppositionellen Gedichten im Trend der Napoleon-Nostalgie dieser Jahre, sowie mit einem satirischen Sketch über die „unauffindbaren Mitglieder“ der Académie française. Zur selben Zeit, d.h. 18-19 Jahre alt, verfasste er eine Übertragung von Goethes Faust I, die ihm große Anerkennung verschaffte, als sie 1827 erschien, und die von Hector Berlioz 1829 auszugsweise vertont wurde.
1828 wurde er Victor Hugo vorgestellt und verarbeitete dessen Roman Han d’Islande zu einem Stück, das aber erst nach der Julirevolution 1831 aufgeführt wurde. Am 25. Februar 1830 war er mit dem gesamten Freundeskreis der Romantiker bei dem als programmatisch romantisch intendierten Dramas Hernani von Hugo zugegen, der legendären bataille d’Hernani, einer „Schlacht“ von Applaus und Buh-Rufen während der Aufführung. Im selben Jahr gab er eine vielbeachtete Anthologie selbst übertragener deutscher Gedichte samt einer einleitenden „Studie über die deutschen Dichter“ heraus, womit er seinen Landsleuten zahlreiche deutsche Lyriker bekannt machte und ein wichtiger Vermittler der deutschsprachigen Literatur in Frankreich wurde.
Obwohl Nerval als Journalist und Feuilletonist recht aktiv war, begann er 1832 auf Drängen des Vaters Medizin zu studieren. Als er jedoch 1834 von einem Großvater 30.000 Francs erbte (wovon eine bescheidene Einzelperson 20 Jahre leben konnte), brach er das lustlos betriebene Studium ab und schloss sich der „Bohème“ um Théophile Gautier an, jenem provokativ zigeunerhaften Literaten- und Künstlermilieu am Rand der bourgeoisen Pariser Gesellschaft. Auch unternahm er eine erste längere Reise nach Südfrankreich und Italien.
Im selben Jahr 1834 verliebte er sich in die Schauspielerin Jenny Colon, die ihn zwar nicht erhörte, aber bis 1838 stark beschäftigte und der zu Gefallen er 1835 eine aufwendig gemachte Theaterzeitschrift gründete. Als diese ein Jahr später Pleite ging, war Nerval ruiniert und musste hinfort von seiner Feder leben. Dies gelang ihm aber passabel als Co-Autor von Theaterstücken, z.B. 1837 und 39 mit dem umtriebigen und geschäftstüchtigen Alexandre Dumas, und als Journalist, z. B. mit Literaturkritiken oder Reiseberichten.
1837 unternahm er mit Gautier zum Zweck des Eindrucksammelns eine Reise nach Belgien. 1838 führte ihn eine erste Deutschlandreise bis Frankfurt, 1839/40 eine zweite bis Wien. 1840 publizierte er eine Übertragung des gesamten Faust (I und II) sowie weiterer deutscher Gedichte.
1841 hatte er erstmals Wahnvorstellungen und verbrachte fast das ganze Jahr in Kliniken. 1842 versuchte er mit journalistischen Arbeiten wieder Tritt zu fassen und bereitete eine Orient-Reise vor, die ihm neue Inspirationen bringen sollte. Tatsächlich war er das ganze Jahr 43 unterwegs: Malta, Kairo, Beirut, Rhodos, Smyrna. Berichte über diese Reise erschienen ab 1844 in Zeitschriften, ehe er später eine erste Buchversion daraus machte (Scènes orientales, I: Les Femmes du Caire), die jedoch bei ihrem Erscheinen im Revolutionsjahr 1848 fast unbeachtet blieb.
Auch in den Jahren 1844 bis 1847 war Nerval viel unterwegs (Belgien, Holland, London, Umland von Paris) und verfasste entsprechende Reisereportagen und -impressionen. Zugleich betätigte er sich als Novellist und Lyriker sowie als Übersetzer von Gedichten des in Paris lebenden Heinrich Heine, mit dem er befreundet war (gedruckt 1848).
Obwohl oder vielleicht weil sich sein Gesundheitszustand ab 1850 drastisch verschlechterte und er immer häufiger in Kliniken war, arbeitete er in den Folgejahren, wenn er konnte, wie besessen. So publizierte er 1851 die endgültige Version seiner Orientreise (Voyage en Orient) und brachte im Dezember sein Stück L’Imagier de Haarlem zur Aufführung, das sein Faust hatte werden sollen, aber durchfiel.
Hiernach suchte Nerval ältere und neuere, in der Regel schon in Zeitschriften publizierte Texte zusammen, überarbeitete sie und reihte sie möglichst sinnfällig aneinander, wodurch zwei seltsam heterogen und homogen zugleich wirkende kürzere Sammelbände entstanden, die heute als seine Meisterwerke gelten: Les Illuminés, ou Les Précurseurs du socialisme (1852), ein Ensemble von sechs fiktionalen Porträts etwas exzentrischer historischer männlicher Personen, deren „Sozialismus“ eher Anarchismus ist; und Les filles du feu (1854), eine Sammlung von acht sehr unterschiedlichen, meist erzählenden Texten um weibliche Protagonistinnen, an die Nerval unter dem Kollektivtitel Chimères 12 sehr kunstvolle, ziemlich hermetische Sonette anhängte, darunter das berühmte, wie ein Fazit seiner problematischen Existenz wirkende El Desdichado (=der Unglückselige).
Sein letztes Werk wurde der schwer zu klassifizierende, wohl schon 1841 begonnene mittellange Prosatext Aurelia, der als eine so suggestive wie formvollendete Gratwanderung zwischen Wirklichkeit und Traum, wenn nicht Wahn, erscheint und dessen letzter Teil erst postum herauskam.
1854 führte ihn seine letzte Reise erneut nach Deutschland. Insbesondere Nürnberg, Bamberg, Leipzig und Dresden begeisterten ihn.
Als Nerval sich Ende des Jahres nach einem erneuten Klinikaufenthalt fast mittellos und ohne feste Bleibe mit nur noch tröpfelnden Honoraren durchschlagen musste, beging er Anfang 1855 Selbstmord durch Erhängen.
Peter Turrini
Februar 23, 2008

Peter Turrini wurde am 26.9.1944 in St. Margarethen im Lavanttal, heute ein Stadtteil von Wolfsberg geboren. Er ist ein österreichischer Schriftsteller. Er ist bekannt für seine gesellschaftskritischen und provokanten Heimatstücke.
Peter Turrini wuchs in Maria Saal in Kärnten auf. Von 1963 bis 1971 war er in verschiedenen Berufen tätig. Seit 1971 lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Retz. Er schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte, Aufsätze und Reden. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, und seine Theaterstücke werden weltweit gespielt. Peter Turrini wurde durch Rozznjogd (1971), Sauschlachten (1972) und die Fernsehserie Alpensaga (1974–1979) bekannt. 1988 schrieb er die Minderleister. Seiner Meinung nach sei es nicht Aufgabe des Theaters Wirklichkeiten naturalistisch zu schildern und Probleme zu lösen, sondern diese übertrieben aufzuzeigen. Er schildert die negativen Seiten der (Arbeits-)Welt in krassester Form, in der Hoffnung, dass die Wirklichkeit hinter der Dramatik des Stückes zurücksteht. In seinen ersten beiden Werken verwendete er Dialekt, in den Minderleistern aber eine kunstvolle „hohe“ Sprache. Turrini beteiligte sich an unzähligen AutorInnenlesungen. So auch des Öfteren am Linken Wort, einer Autorenlesung mit politischen Akzenten, die im Rahmen des jährlichen Volksstimmefests durchgeführt wurde. Peter Turrini ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung.