Gewinner des Goldenen Bären in Berlin. Der erste peruanische Spielfilm, der je in einem Wettbewerb einer Berlinale um den Goldenen Bären konkurrierte. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die an den Folgen des Jahre zurück liegenden Terrorsystems in Peru leidet. In jener Zeit wurde ihre Mutter vergewaltigt, und die nun erwachsene Tochter, zum Zeitpunkt des Gewaltaktes im Mutterleib, trägt psychisch schwer an den Folgen dieser Traumatisierung.
Hilla Medalia zeigt in Ihrer Dokumentation die Auseinandersetzung in einem Gespräch via Satelittentelefon von vier Stunden von Um Ayat, der Mutter einer palästinensischen Selbstmordattentäterin, und Avigail Levy, der Mutter des israelischen Opfers. Am 29. März 2002 sterben bei einem Anschlag in Jerusalem zwei junge Frauen: die palästinensische Selbstmordattentäterin, Ayat al-Akhras und das Opfer, Rachel Levy, eine junge Israelin. Am Ende des Gesprächs der beiden Mütter gibt es keine Versöhnung, aber es gab eine Bereitsschaft zur gemeinsamen Auseinandersetzung.
Murders in the Rue Morgue, nach einer Novelle von Edgar Allan Poe, ein Film von Robert Florey, 1932
Januar 1, 2009
Pygmalion, nach einem Stück von G.B. Shaw, ein Film von Anthony Asquit und Leslie Howard, 1939
Januar 1, 2009
Das Testament des Dr. Mabuse, ein Film von Fritz Lang, 1933
Januar 1, 2009
Persona, ein Film von Ingmar Bergman, 1966
Dezember 18, 2008
Un conte de Noël, ein Film von Arnaud Desplechin, 2008
Dezember 18, 2008
Beinahe 40 Jahre sind seit “Belle de jour“ von Regisseur Luis Buñuel vergangen. „Belle toujours“ von Manoel de Oliveira lässt zwei bemerkenswerte Persönlichkeiten der Filmgeschichte wieder auferstehen: Séverine Serizy und Henri Husson. Es war einmal: Séverins Vergangenheit ist durchzogen von ihren sexuellen Phantasien und einem Geheimnis, das sie bis heute belastet. Die junge Séverine Serizy, damals gespielt von Catherine Deneuve war die blonde Schönheit am Tag - Belle de jour, die ihre masochistischen Phantasien in Madame Anais Etablissement auslebte. Henri Husson, der beste Freund ihres verstorbenen Mannes, wusste um ihr Geheimnis, das so gar nicht in ihr kleinbürgerliches Leben passte. In „Belle toujours“ begegnen sich die verwitwete Séverine (Bulle Ogier) und der Lebemann Henri (Michel Piccoli) zufällig wieder. Séverine wird nicht mehr von Catherine Deneuve verkörpert, die auf diese Rolle verzichtete. Bulle Ogier spielt überzeugend die in die Jahre gekommene Séverine, doch im Hinterkopf erinnert man sich immer wieder an die junge kühle Deneuve von anno dazumal. Husson ist ein distinguierter älterer Herr, dem Schalk und Sadismus noch immer im Nacken sitzen. Die Kamera zeigt durchwegs abgeschottete Schauplätze: einen Konzertsaal, eine Bar, eine Hotellobby und ein herrschaftliches Extrazimmer eines Restaurants. Meist umhüllt Dunkelheit die Stadt Paris. Husson eilt durch menschenleere Straßen, um Séverine zu finden. Seitdem er sie zufällig in dem Konzertsaal erblickt hat, hastet er atemlos hinter ihr her. Seine einsamen Schritte hallen in den menschenleeren Gassen wider. Die Verfolgung führt ihn in eine Bar und weiter in ihr Hotel in den Tuilerien. Séverine versucht krampfhaft, Husson auszuweichen, bis sich ihre Wege schicksalhaft kreuzen.
Belle de Jour, 1967, von Luis Buñuel
Dezember 12, 2008