Maria von Mörl

Januar 12, 2008

Maria Mörl

Maria von Mörls 140. Todestag 

Maria von Mörl  wurde am 16.10.1812 als zweite von 10 Geschwistern in Kaltern geboren und verstarb am 18.1.1868. 

Leben: 

Maria von Mörl ist 1812 in Kaltern in Südtirol geboren und 1868 dort gestorben. Und zwar als Zweite Tochter der Maria Katharina Sölva und des Joseph Ignaz von Mörl von Pfalzen zu Mühlen und Sichelburg. Die Mutter war 17 gewesen, der Vater Anfang 20 als beide heiraten, sie aus bürgerlichem Geschlecht, er aus altem Tiroler Adel. Es war keine Liebesheirat. Maria wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Als sie mit 10 Jahren erstmals zur heiligen Kommunion zugelassen wurde, „erschien sie mit den Gefühlen so hohen Glaubens und so inniger Liebe, dass sie, sobals sie die heilige Hostie empfangen hatte, ohnmächtig zusammensank“ – so ihre erste Biographin Maria von Buol im dem Buch Herrgottskind. 

Drei ihrer Geschwister starben im Kindesalter, drei sollten später ins Kloster eintreten. Bis auf einen Bruder, der das Erbe übernahm und heiratete, blieben alle anderen unverheiratet und lebenslang pflegebedürftig. Maria war selbst seit früher Kindheit an kränklich und fühlte sich von dunklen Gestalten verfolgt. Mehrere Biographen berichten, dass der Vater sie nachts, wenn er in angetrunkenem Zustand nach Hause kam, grundlos aus dem Bett warf und sie schlug. Diese versichern auch, dass sie es ihm nie verübelt hat. 

Bis zu ihrem 18- Lebensjahr war sie ein unauffälliges Mädchen. Im Jahr 1834 erhielt sie an Händen und Füßen die Wundmale Christi. Der Gelehrte Josef von Görres schrieb über sie, dass man an ihr das Wirken einer höheren Macht nicht übersehen konnte.

Maria von Mörl gilt als die bekannteste stigmatisierte Jungfrau Tirols des 19. Jahrhunderts.  Tausende von Pilger kamen aus ganz Europa zu Maria von Mörl. Darunter Bischöfe und Politiker und Berühmtheiten wie der Dichter Clemens Brentano. Am 11. Jänner 2008 jährt sich zum 140. Mal der Todestag der bekanntesten stigmatisierten Jungfrau Südtirols. Das Andenken an ihr Leben wird vom Maria-von-Mörl-Kreis wach gehalten. Neu entdeckte Dokumente haben auch die Voraussetzung für einen Seligsprechungsprozess geschaffen.

 

Offen bleibt die Frage und vielleicht muss sie auch gar nicht beantwortet werden: Wann ist etwas Hysterie und wann ist es Mystik? Kann eine Hysterikerin nicht mystisch sein und eine Mystikerin nicht hysterisch? (Astrid Kofler) 

 

http://www-theol.uni-graz.at/cms/dokumente/10001252/8bf7e0e8/stigmatisation.pdf 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: