Im Dorfe

Januar 18, 2008

Es bellen die Hunde, es rascheln die Ketten; 
Es schlafen die Menschen in ihren Betten, 
Träumen sich manches, was sie nicht haben, 
Tun sich im Guten und Argen erlaben;

Und morgen früh ist alles zerflossen. 
Je nun, sie haben ihr Teil genossen 
Und hoffen, was sie noch übrig liessen, 
Doch wieder zu finden auf ihren Kissen. 

Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde, 
Lasst mich nicht ruh’n in der Schlummerstunde! 
Ich bin zu Ende mit allen Träumen. 
Was will ich unter den Schläfern säumen?

(Franz Schubert, Winterreise – D.911)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: