Ode an die Vergänglichkeit

Januar 30, 2008

…aufschauend sehnend mit den Augen der Seele fensterlos unter der Erde, auf elfenbeinernen Pferden exil-äugig übervoll, viel Wasser meine Geister und Falkenschwärme viel Wasser wird fließen, zu meinem Abbild Atemzüge gegürtet exupery-schmachtend, absurd in Wüsten-Mäusen Geheimnissen und Gefährtinnen ertrinkend. Menschen zähmen, reisen in harten Spuren blank und fetischistisch. Denn wie Wolken Regenfäden Hoffnungen fransen wir, Wolle verwirkt mit Himmel, Gräber und hohe Wandelhallen Höfe und Stiegen Aufgänge, Luft-Türme skelettierte Paläste Balustraden aus Sturm, berstende Himmel, Sonnen-Roste, Einbrüche schwarzer Qualen.

Friederike Mayröcker

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