Werner Schwab

Februar 16, 2008

 

WERNER SCHWAB

Werner Schwab wurde am 4.2.1958 in Graz geboren und verstarb am 1.1.1994 in Graz. Er war ein österreichischer Schriftsteller und Literat.

Nach dem Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien (1978-1982, unter anderem bei Bruno Gironcoli) lebte er zunächst zurückgezogen auf einem Bauernhof in der Oststeiermark. Dort entstanden einige „verwesende Skulpturen“ (vorwiegend aus verderblichen Materialien wie Fleisch und Tierkadavern) und Performances, aber auch erste Kurztexte. 1989 war er an der Gründung der Künstlerinitiative Intro Graz Spection beteiligt, im selben Jahr folgte mit „Das Lebendige ist das Leblose und die Musik“ eine der ersten Uraufführungen. Erst 1990 wandte er sich der dramatischen Literatur zu. Sein Erstling Die Präsidentinnen blieb völlig unbeachtet, während das zweite Stück Übergewicht, unwichtig: Unform von der Kritik zerrissen wurde. Aber bereits ein Jahr später entstand das Drama Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos, welches 1992 an mehr als 40 deutschsprachigen Bühnen gezeigt wurde. Dem folgten weitere Erfolgsstücke, etwa Mesalliance undHochschwab. Am Neujahrsmorgen des Jahres 1994 fand man ihn tot in seiner Wohnung in Graz, gestorben an den Folgen einer Alkoholvergiftung.

Bereits in den Arbeitertagebüchern, die er als 22-jähriger begann, entwickelte Schwab eine eigene Sprache, unbeeinflusst von der damaligen Literaturszene. Diese Sprache – unter der Bezeichnung „Schwabisch“ in die Literaturgeschichte eingegangen – perfektionierte er in den Dramen ab 1990. Mit deftig-kräftigen Ausdrücken und skurrilen Wortverbindungen versuchte er, die schöngeistige Literatursprache zu demaskieren und zu verhöhnen. Dabei wurde er in der kurzen Zeit, die ihm zur Verfügung stand, von einem rastlosen Schreibwahn angetrieben – immerhin entstanden in vier Jahren 16 abendfüllende Theaterstücke (von welchen sieben erst nach seinem Tod zur Uraufführung gelangten). 

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