Desiree Dolron, Xteriors XIII, Photography

März 6, 2008

 

Desiree Dolron, geboren 1963 in Haarlem, wurde sowohl als Reise- und Dokumentarfotografin als auch durch ihre inszenierte Bilder bekannt, die teilweise mit dem Computer nachbearbeitet sind. 1991 – 1999 hat sie sich mit religiösen Riten befasst und dafür Länder wie Indien, Marokko oder die Philippinen bereist. Die Serie wurde 2000 und dem Title “Exaltation. Images of Religion and Death” veröffentlicht. Ein Teil der Arbeiten ist auf der Internetseite der Künstlerin zu sehen (Documentary Photography, exaltation). Dabei ist es ihr gelungen die unheimlich starke Atmosphäre, die religiösen Riten erzeugen, in ihre Arbeiten mit hinüberzunehmen. So weit, dass der Betrachter den Schauer des Geheimnisses fremder religiöser Riten spüren kann. Die Serie der Riten ist in Sepiatönen und sehr gezielten Einsatz der Schärfe umgesetzt. Genauso stark, wenn nicht noch stärker, sind ihre Dokumentarfotografien in Farbe (Documentary Photography, te di todos mis sueños). Wobei die leicht verschobenen Tonwerte den Arbeiten einen Hauch von Gemälde verleiht. Eigentlich ein Stilmittel, welches nicht zur Dokumentarfotografie und deren verstärktem Realitätsanspruch passt. Für Desiree Dolron aber eine Möglichkeit, den Ausdruck ihrer Arbeiten noch zu verstärken, ohne dabei unreal oder gar kitschig zu wirken.Noch dichter wird die Atmosphäre, wenn Desiree Dolron die Realität der Dokumentarfotografie hin zur inszenierten Fotografie verlässt. In der Freiheit der Inszenierung kann sie ihre Vorstellung einer extrem starken Wirkung noch dichter umsetzen. In der Serie “Xteriors” (Art Work, xterios) treibt die Künstlerin den Stil, der ihre Arbeiten durchzieht, in eine ungeahnte Stärke. Die Bilder scheinen nur noch aus Atmosphäre und Mystik zu bestehen, die Mystik, die ihr die Dokumentarfotografie nicht erlaubt. Wer die Dokumentarbildern gegenübersteht, kann spüren, wie die Künstlerin dort eine Mystik sucht, aber nicht finden kann und finden darf, ohne ihre Arbeiten surreal wirken zu lassen und damit als dokumentarischen Arbeiten unbrauchbar zu machen. Geduldig wartet sie, bis sie diesen starken Ausdruck in der Inszenierung umsetzen kann.

http://www.desireedolron.com/ 

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