Totschweigen, ein Film von Margareta Heinrich und Eduard Erne, 1994

November 1, 2008

Der österreichische Dokumentarfilmer Eduard Erne hat sich seit den 1990er Jahren mit dem Verbrechen von Rechnitz beschäftigt. Sein Dokumentarfilm “Totschweigen”, den er zusammen mit Margareta Heinrich realisiert hat, begleitet die vergebliche Suche nach dem Massengrab. 

Die Verantwortlichen für das Massaker hätten sehr wahrscheinlich gewusst, was mit den Zwangsarbeitern passieren würde, so Erne. Einer der Wachmänner habe gesagt, sie würden noch am selben Tag erschossen. Die Recherchen des Dokumentarfilmers ergaben folgenden Tathergang: Während man auf Schloss Rechnitz trank und feierte, wurden die jüdischen Zwangsarbeiter zum so genannten Kreuzstadel gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war das Massengrab bereits von anderen Zwangsarbeitern vorbereitet worden. Vor Mitternacht, nachdem reichlich Alkohol konsumiert worden war, bat der NSDAP-Ortsgruppenleiter Franz Podezin auserlesene Festgäste in ein Nebenzimmer, dort wurden Schusswaffen verteilt. Die Gruppe begab sich nach draußen zum Kreuzstadel und erschoss die Menschen. In Eduard Ernes Film beschreibt eine Frau aus Rechnitz, dass die Schreie der Getöteten so laut waren, dass man sie selbst durch geschlossene Fenster hörte.  

Regie:          Margareta Heinrich, Eduard Erne
Drehbuch:   Margareta Heinrich, Eduard Erne
Kamera:       Herbert Dunzendörfer
Musik:         Peter Ponger
Format:       16mm, Farbe, 88 Minuten
Verleih:       Freunde der Deutschen Kinemathek, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin,
                  Tel: +49(0)30 26955-150, verleih@fdk-berlin.de, http://www.fdk-berlin.de

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