Lori Drew, Anklage wegen Internetmobbings bei MySpace

November 26, 2008

Im ersten Prozess um Internet-Mobbing in der US-Geschichte steht eine Frau in Los Angeles vor Gericht, die ein junges Mädchen durch E-Mails in den Selbstmord getrieben haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft der 49-jährigen Lori Drew vor, ein verbrecherisches Komplott geschmiedet und dazu die Homepage MySpace missbraucht zu haben. Laut Anklage nahm Lori Drew via MySpace mit der komplexbeladenen 13-jährigen Megan Kontakt auf, nachdem es Streit mit ihrer Tochter gab und sie gaukelte ihr einen 16-jährigen Internet-Freund vor. Dieser virtuelle Brieffreund schrieb Megan vorerst, dass er sie verehre und letztlich dass die Welt ohne sie schöner wäre. Das Mädchen, dass sich verliebt hatte, nahm sich daraufhin das Leben.

Es handelt dabei sich um kein Unterschichtenproblem, sondern um eine Mutter, die als wohlhabend, verantwortungsbewusst und übermäßig fürsorglich gelten kann. Die Amerikaner haben dafür den Begriff der „Helicopter Parents“. Sie schweben ständig über ihren Kindern, lassen sie nie aus den Augen. Besonders, was deren Bildung betrifft, wird jeder Schritt kontrolliert, unterstützt, vorbereitet. Die Kinder sollen alle Chancen haben, jegliche Gefahr, unerträgliche Gefühle usw.  sollen ihnen aus dem Weg geräumt werden. Diese überfürsorglichen Eltern tragen dazu bei deutlich mehr unselbstständige junge Leute hervorzubringen als die Generationen zuvor.

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