Rechnitz, der Würgeengel von Elfriede Jelinek

Dezember 8, 2008

Elfriede Jelinek läßt in ihrem jüngsten Bühnentext „Rechnitz (Der Würgeengel)“ die Boten über die Mordnacht von Rechnitz reden. In Umkehrung zu Luis Buñuels Film „Der Würgeengel“, in dem die Bediensteten die Herrschaften einsperren und zurücklassen, bleiben bei Jelinek die Bediensteten, nachdem die mordlustigen Herrschaften gegangen sind. Sie mäandern in kollektiver Rede zwischen dem Allgemeinen der deutschen und der österreichischen Seele, zwischen Schuld und Sühnestolz, Massenmord und Schweigemauer, gestern und heute. Jelinek misst ihnen rhetorische Masken an, die Fratzen des Vergessens, des Schweigens, des Hasses zeigen.

Rechnitz (Der Würgeengel) – Münchner Kammerspiele
von Elfriede Jelinek, Uraufführung
Regie: Jossi Wieler, Bühne & Kostüme: Anja Rabes, Musik: Wolfgang Siuda. Mit: Katja Bürkle, André Jung, Hans Kremer, Steven Scharf, Hildegard Schmahl.

http://www.muenchner-kammerspiele.de

http://www.rowohlt-theaterverlag.de/sixcms/detail.php?id=2739427

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