Lida Baarová, des Teufels Geliebte

Februar 10, 2009

Lída Baarová wird am 7.9.1914 als Ludmila Babková in Prag geboren und verstirbt am 27.10. 2000 in Salzburg. Sie war eine tschechische Schauspielerin und die Geliebte von Joseph Goebbels.

Baarová absolviert ihre Ausbildung am Schauspielkonservatorium in Prag. Sie trittt im Alter von 17 Jahren in ihrem ersten Film auf und nimmt Schallplatten auf. 1934 wird sie im Alter von 20 Jahren von der Ufa engagiert und wirkt 1935 in „Barcarole“ mit. Die männliche Hauptrolle in dieser Produktion spielt Gustav Fröhlich, mit dem Baarová fortan liiert ist. Beide bewohnen ein Haus auf der Halbinsel Schwanenwerder in Berlin. Lida Baarovà wird von der deutschen Filmindustrie als exotischer Vamp importiert und verkörpert bis 1938 fast ausschließlich solche Charaktere. Die Familie Goebbels wohnt in der Nachbarschaft. Goebbels  ladet die junge Baarová schon bald zum Tee in sein abgelegenes Blockhaus am Bogensee ein. Er spielt am Flügel romantische Weisen, rudert Lida über den See, füttert mit ihr Rehe im Wald und liegt mit ihr vor dem Kamin. Die 22-Jährige wehrt sich nicht lange gegen seine Avancen. Sie trennt sich von Fröhlich. Aus der Affäre wird eine ernsthafte Liebe. Nach fast zwei Jahren beschließt Goebbels, seine Frau um die Scheidung zu bitten. Diese wendet sich allerdings an Hitler persönlich, der diese Liebe vereitelt. Lida Baarová verliert ihre Engagements und setzt sich nach Prag ab, wo sie nach Kriegsende als Kollaborateurin für 18 Monate ins Gefängnis kommt. Danach hat sie einige Filmrollen, zu Beginn der Fünfziger Jahre wird die Schauspielerin vom italienischen Film wiederentdeckt, und gehört unter anderem auch zum Ensemble von Federico Fellinis erstem Meisterwerk „Die Müßiggänger“ (1953). Letztlich kann sie in der Filmbranche aber nicht mehr Fuß fassen. 1956 läßt sie sich von ihrem Ehemann Jan Kopecky scheiden und spielt Theater in Österreich und Deutschland. 1958 heiratet sie in Salzburg den schwedischen Professor Kurt Lundwall, nachdem dessen Frau stirbt und führt mit ihm eine glückliche bis zu dessen Tod 1980. Lída Baarová verbringt die restlichen zwanzig Jahre ihres Lebens in Salzburg. Bis zu ihrem Tode lebt sie in dem Haus, Haunspergerstraße 25, in dem bis 1938 die jüdische Familie Friedman gewohnt hatte. Kurz bevor Lida Baarova am 27. Oktober 2000 im Alter von 86 Jahren in Salzburg stirbt, diktiert sie noch ihre Memoiren. Darin präsentiert sie sich als argloses Opfer des Verführers Goebbels. Sie beschreibt seinen Charme und diese Liebe, seine nationalsozialistische Vergangenheit und seine rassistischen Reden blendet sie aus. Als Ausrede führt sie an, daß sie damals nicht gewußt hätte, was der Nationalsozialismus sei.

http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/biographien/619.html 

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