Martin Katz, ein Überlebender der Nazizeit

Oktober 30, 2011

Martin Katz wurde 1919 in Wischnitz in Rumänien geboren. Als 8-jähriger Junge kam er mit seinen Eltern nach Wien. 1943 kann er nach seiner Enthaftung durch die Hilfe einer Freundin nach Rumänien fliehen und überlebt dort die Nazizeit. Seine Vater wurde von der Gestapo zu Tode geprügelt, seine Mutter kam in Auschwitz ums Leben. Nach dem Krieg kommt er nach Wien zurück und geht anschließend nach München. Er eröffnet dort das Opernkaffee und das Theater unter den Arkaden und feiert große Erfolge. Er verwirklicht mehr als zahlreiche Projekte in seinem Leben. Er ist zweimal verheiratet, er hat zwei Kinder. Seit 1995 lebt in Wien. In seiner Autobiographie: „Meine neun Leben“ beschreibt er sein bewegtes Leben und den Frieden, den er gefunden hat.
„Vor wenigen Tagen bin ich einundneunzig geworden, und ich denke, dass ich nicht mehr endlos Zeit habe, um der Generation meiner Enkel von dem Wunder zu berichten, das mir widerfahren ist: Ich habe überlebt. Ich wohne wieder in Wien, sieben Gehminuten von der Wohnung, aus der wir delogiert wurden, ehe die Gestapo meinen Vater tot prügelte und meine Mutter nach Auschwitz deportierte, sechs Gehminuten von dem Zimmer, in dem ich selbst mich versteckt habe. Auch in die verbliebenen Kaffeehäuser, in denen ich geschmuggelte Waren an Nazis verkauft oder gegen Essensmarken getauscht habe, um meine versteckte Freundin und ihre Mutter zu ernähren, gehe ich wieder.“

http://www.kremayr-scheriau.at/index.php?p=buecher.php&buch=310&autorb=310

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