Der Sonderauftrag Linz war eine groß angelegte Kunstraubaktion des Deutschen Reichs zur Beschickung eines in Linz geplanten Kunstmuseums. Hitler wollte sich damit seinen Jugendtraum erfüllen, den Ausbau seiner Heimatstadt Linz zur schönsten Stadt an der Donau. Als eines der zentralen Bauwerke wurde eine über 150 Meter lange Galerie geplant, in der die größten alten Meister Deutschlands, Italiens und Hollands mit ihren besten Werken vertreten sein sollten. Ende der 1930er Jahre bis 1945 wurden Kunstgegenstände unter Nötigung aufgekauft, aus beschlagnahmten Besitz übernommen oder geraubt. Sonderbeauftragter Hitlers war bis zu seinem Tode 1942 Hans Posse, später Hermann Voss. An der Auswahl und Erfassung der Kunstschätze waren auch die Kunsthistoriker Gottfried Reimer, Erhard Göpel und Robert Oertel beteiligt. Das Deutsche Historische Museum erstellte in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen eine Bild-Datenbank mit 4731 Bildern, Skulpturen, Möbeln, Porzellanarbeiten und Tapisserien. Diese Zusammführung von Fotos der Gegenstände und dem Karteikartenbestand des DHM ist seit August 2008 vollständig im Internet verfügbar.

http://www.dhm.de/datenbank/linzdb/

RAUB UND RESTITUTION, eine Sonderausstellung des Jüdischen Museums in Berlin bis 1.2.2009

http://www.jmberlin.de/site/DE/homepage.php

Advertisements

Edward Hopper

Dezember 8, 2008

Edward Hopper wird am 22.7.1882 in Nyack geboren und verstirbt am 15.5.1967 in New York City. Er war ein US-amerikanischer Maler des Realismus.

Edward Hopper wird 1882 in Nyack/New York als zweites Kind von Garret Henry Hopper und Elizabeth Griffiths Smith Hopper geboren. Von 1900 bis 1906 studiert er an der New York School of Art (Chase School) Illustration bei Frank Vincent Dumond und Arthur Keller sowie Malerei bei William Merritt Chase, Kenneth Hayes Miller und Robert Henri. In den Jahren 1906, 1907 und 1909 bereist er Europa und besucht unter anderem die Kunstszenen in Paris, London, Brüssel, Amsterdam und Berlin. Paris scheint ihn dabei am meisten beeindruckt zu haben. Ab 1905 arbeitet Hopper als Illustrator für Werbeagenturen (vor allem für C.C. Phillips & Co). Diese Tätigkeit, für den Broterwerb in den nächsten 20 Jahre wichtig, wird von ihm nicht als Teil seines künstlerischen Schaffens betrachtet. 1913 nimmt er an der Armory Show in New York City teil und verkauft dort für 250 Dollar sein erstes Gemälde Sailing. Ab 1915 entstehen einige wenig bekannte Radierungen. 1923 lernt Hopper in Gloucester (Massachusetts) die Malerin Josephine Verstille Nivison kennen, die er am 9. Juli 1924 heiratet. Sie gibt die eigene Malerei weitgehend auf und wird das Modell, das am häufigsten in Hoppers Bildern weiterlebt. Sie ist es auch, die seine Teilnahme an einer internationalen Gruppenausstellung des Brooklyn Museum of Art vermittelt, die für Hopper den Durchbruch bringt. Das Brooklyn Museum of Art kauft das Gemälde The Mansard Roof für 100 Dollar an. Es ist das zweite Gemälde, das Hopper bis dato verkaufen konnte. In dem Jahr findet auch seine erste kommerzielle Einzelausstellung in der Galerie von Frank Rehn statt, der bis zum Lebensende sein Galerist bleibt. Während der Weltwirtschaftskrise wird er ein bekannter und anerkannter Maler in den USA. 1929 verkauft Hopper zwei Ölgemälde, vierzehn Aquarelle und 80 Graphiken für insgesamt 6211 Dollar. Bereits 1933 zeigt das Museum of Modern Art eine Retrospektive, Hopper ist 51 Jahre alt. 1935-37 gewinnt er vier wichtige Preise, denen viele weitere folgen werden. 1941 bereist er im Auto die Westküste der USA. 1943 folgt die erste Reise nach Mexiko. 1950 zeigt das Whitney Museum seine erste große Retrospektive, die auch nach Boston und Detroit wandert. Ehrendoktorat des Art Institute of Chicago. 1952 vertritt er mit drei anderen Malern die USA bei der Biennale in Venedig. 1960 wendet sich Hopper ausdrücklich gegen die Vorherrschaft der abstrakten Kunst in der damaligen Malerei. 1962 Retrospektive im Philadelphia Museum of Art. 1964 folgt eine zweite Retrospektive im Whitney Museum. Am 15. Mai 1967 stirbt Hopper in seinem New Yorker Atelier am Washington Square. Seine letzte Ruhestätte findet er in seinem Geburtsort Nyack, New York. Als er stirbt, kann zum damaligen Zeitpunkt noch niemand ahnen, dass er ein nahezu zeitloses Lebenswerk geschaffen hat, das erst von der Mitte der siebziger Jahre an stärkere Beachtung finden soll. Seine vermeintlich kühlen, realistischen Bilder weisen auf die Einsamkeit des Menschen hin.

Western Motel, Edward Hopper und die zeitgenössische Kunst, Ausstellung in der Kunsthalle in Wien, 3.10.2008 bis 15.2.2009

http://www.kunsthallewien.at/de/events/index.shtml?id=2568

Josef Beuys

Oktober 26, 2008

jb

Joseph Heinrich Beuys wurde am 12.5.1921 in Krefeld geboren und verstarb am 23.1.1986 in Düsseldorf. Er war ein deutscher Aktionskünstler, Bildhauer,Zeichner, Kunsttheoretiker und Pädagoge.

Beuys setzte sich in seinem umfangreichen Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und Anthroposophie auseinander. Dies führte zu seiner spezifischen Definition eines „erweiterten Kunstbegriffs“ und zur Konzeption der „Sozialen Plastik“ als Gesamtkunstwerk, in dem er Ende der 1970er Jahre ein kreatives Mitgestalten an der Gesellschaft und in der Politik forderte. Er gilt bis heute weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Joseph Beuys wurde als Sohn des Kaufmanns Josef Jakob Beuys (1888–1958) und dessen Frau Johanna Maria Margarete Beuys (geb. Hülsermann, 1889–1974) geboren. Der Vater, der einer Müller- und Mehlhändlerfamilie aus Geldern entstammte, war 1910 von Geldern nach Krefeld gezogen. Im Herbst 1921 siedelte die Familie nach Kleve über und wohnte dort. Von 1927 bis 1932 besuchte Joseph Beuys die Katholische Volksschule, anschließend das „Staatliche Gymnasium Cleve“, heute Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Er lernte Klavier- und Cellospielen; in der Schule zeigte er im Zeichenunterricht Talent. Spätestens 1936 ist die Mitgliedschaft des 15-jährigen Beuys in der Hitler-Jugend belegt, als er im HJ-Bann 238/Altkreis Kleve am reichsweiten großen Sternmarsch zum Reichsparteitag nach Nürnberg teilnahm. Von 1938 bis 1941 spielte er am Gymnasium Cello im so genannten Bannorchester der HJ. Um 1939 schloss Beuys sich einem Zirkus an, um für fast ein Jahr als Plakatausträger und Tierpfleger mitzuwirken. Ostern 1941 verließ er das Gymnasium mit dem Abitur. 

Nach seinem Abschluss am Staatlichen Gymnasium 1941 meldete sich Beuys freiwillig zur Luftwaffe. Nach seinem Ausbildungsabschluss als Bordfunker wurde er auf der Krim stationiert und nahm im Juni 1942 am Luftkampf um die Festungsstadt Sewastopol teil. Ab Mai 1943, Beuys war inzwischen Unteroffizier, wurde er in Königgrätz im damaligen Reichsprotektorat Böhmen und Mähren als Bordschütze in einemSturzkampfflugzeug (Stuka) vom Typ Ju 87 eingesetzt. Nach der Verlegung zum Luftwaffenstab Kroatien im Sommer 1943 war er bis ungefähr 1944 an der östlichen Adria stationiert. Am 4. März 1944 begann die Rote Armee an der Ostfront ihre Frühjahrsoffensive und erzwang den Rückzug der deutschen Verbände aus der Ukraine. Bei einem Schneesturm am 16. März 1944 stürzte Beuys’ Stuka 200 Meter östlich von Freifeld, heute Snamenka, über der Krim ab; der Pilot Hans Laurinck starb. Joseph Beuys wurde bei diesem Unglück schwer verletzt; er erlitt einen Schädelbasisbruch, mehrere Knochenbrüche sowie ein Absturztrauma. Die Granatsplitter in seinem Körper konnten nie vollständig entfernt werden. Krimtataren entdeckten das abgestürzte Flugzeug und benachrichtigten ein deutsches Suchkommando. Im August 1944 wurde er trotz seiner Verletzungen an die Westfront einberufen, wo er als Fallschirmjäger eingesetzt wurde. Er erreichte dabei den Dienstgrad eines Feldwebels. 1944 wurde er mit dem „Abzeichen für Fliegerschützen“, mit dem „Eisernen Kreuz 2. Klasse“ und mit dem „Eisernen Kreuz 1. Klasse“ ausgezeichnet. Aufgrund von fünf Verwundungen erhielt er zudem das goldene Verwundetenabzeichen. Einen Tag nach der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Joseph Beuys in Cuxhaven gefangen genommen und in ein britisches Internierungslager überführt, das er am 5. August 1945 verlassen durfte. Körperlich schwer angeschlagen, kehrte er zu seinen Eltern zurück.

Zum Sommersemester 1946 immatrikulierte sich Beuys an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Er begann das Studium der Monumentalbildhauerei am 1. April 1946. Während des ersten Semesters bei Joseph Enseling, bei dem er drei Semester studierte, lernte er Erwin Heerich kennen. Ab dem Wintersemester 1947/1948 wechselte Joseph Beuys, von Heerich veranlasst, in die Klasse von Ewald Mataré.

Ab 1956 arbeitete der Künstler an dem Entwurf für ein „Auschwitz-Denkmal“, um sich im darauf folgenden Jahr an einem internationalen Wettbewerb für ein Denkmal im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zu beteiligen. Der Entwurf wurde abgelehnt. Beuys zog sich zunehmend zurück; er litt unter Depressionen.

Im September 1959 heiratete er Eva-Maria Wurmbach, die er ein Jahr zuvor kennen gelernt hatte. Die Tochter des Zoologen Hermann Wurmbach und dessen Frau Maria Wurmbach (geb. Küchenhoff) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie Kunsterziehung. Aus der Ehe gingen die beiden Kinder Wenzel, geboren 1961, und Jessyka, geboren 1964, hervor.

Im März 1961 zog Joseph Beuys von Kleve nach Düsseldorf-Oberkassel, wo er bis zu seinem Tod lebte und ein ihm von Gotthard Graubner vermitteltes Atelier im Haus von Georg Pehle, Sohn des Bildhauers Albert Pehle und Neffen von Walter Ophey, am Oberkassler Drakeplatz unterhielt.[11] Im selben Jahr wurde er mit einstimmigem Beschluss des Akademiekollegiums als Nachfolger von Sepp Mages auf den „Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf“ berufen, den er am 1. November 1961 antrat. Beuys galt als zuverlässiger, eher strenger Lehrer, der bald mit Aufsehen erregenden Aktionen von sich reden machte, die mit der klassischen Bildhauerei nichts mehr zu tun hatten. So inszenierte er im Februar 1963 in der Aula der Akademie das auf zwei Fluxusabende angesetzte „FESTUM FLUXORUM FLUXUS – Musik und Antimusik – Das instrumentale Theater“, an denen er seine ersten Aktionen durchführte.

Ende Januar 1972 fand an der Kunstakademie eine Konferenz über ein neues Zulassungsverfahren statt, an der Beuys selbst teilnahm. Die Größe einer Klasse war begrenzt auf 30 Studenten. Im Sommer wurden 227 Studienbewerber aufgenommen, 125 abgewiesen. 1052 Studenten waren an der Düsseldorfer Kunstakademie immatrikuliert, davon 268 in der Klasse Beuys‘. Als Beuys mit abgewiesenen Studenten 1972 erneut das Sekretariat der Kunstakademie Düsseldorf besetzte, entließ ihn Minister Rau fristlos usw….

KULT DES KÜNSTLERS: BEUYS. DIE REVOLUTION SIND WIR

3. OKTOBER 2008 – 25. JANUAR 2009, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin 

http://www.hamburgerbahnhof.de/exhibition.php?id=12815?=de

http://www.stadt-zuerich.ch/internet/zuerichkultur/home/institutionen/home/redirect_sho/strauhof/home/archiv/0.html

8. Biennale von Dakar

Mai 22, 2008

Dak´Art ist die Biennale zeitgenössischer afrikanischer Kunst. Seit 1992 veranstaltete Plattform für zeitgenössische Kunst, deren kulturelle Wurzeln in Afrika liegen. Die Biennale steht unter der Schirmherrschaft des Kulturministeriums von Senegal und wird vom Secrétariat Général de la Biennale de Dakar organisiert, unterstützt durch einen Wissenschaftsrat (Conseil Scientifique) aus unabhängigen Kunstspezialisten.

Veranstalter:

Secrétariat Général de la Biennale des Arts de Dakar

19, Avenue Hassan II
B.P. 3865 Dakar RP
Sénégal

http://www.dakart.org/

 

Die Ausstellung „Vote for Women“ zeigt eine Zeitreise quer durch die Frauengeschichte und eine künstlerische Analyse der Gegenwart.

http://www.kunstmeranoarte.org/de/projekte39_0.htm

 

Die Ausstellung MATRIX – Geschlechter | Verhältnisse | Revisionen zeigt ab März 2008 künstlerische Arbeiten aus der Sammlung der Stadt Wien, die „Gender“ in vielfältiger Weise reflektieren. Positionen von rund 40 KünstlerInnen aus den letzten vier Jahrzehnten werden im Hinblick auf Geschlechter/Verhältnisse befragt.

http://www.musa.at/ausstellungen/aktuell.html