Melanie Klein

Januar 20, 2008

KLEIN

Melanie Klein wurde am 30.3.1882 in Wien geboren und verstarb am 22.9.1960 in London. Sie war eine österreichisch-britische Psychoanalytikerin. Sie war eine der Pionierinnen der Kinderpsychoanalyse sowie der Objektbeziehungstheorie.

Ihre Lehranalyse absolvierte sie sowohl bei Sandor Ferenczi als auch bei Karl Abraham. Ernest Jones lud sie 1926 ein, nach London zu kommen. Dort arbeitete sie bis zu ihrem Tod.

Melanie Klein trug mit ihren Schriften wesentlich zur Entwicklung der modernen Psychoanalyse und insbesondere zur Ausbildung der Objektbeziehungstheorie bei. Bahnbrechend waren ihre Werke zur „Psychoanalyse des Kindes“. Während die Psychoanalyse Freuds einen starken Schwerpunkt auf das Konzept der Triebe legte und den Menschen dadurch (tendenziell) als Einzelwesen betrachtete, lenkte Melanie Klein die Aufmerksamkeit der Psychoanalyse verstärkt auf frühkindliche Entwicklungen und die Eltern-Kind-Interaktion. Sie vertrat den Gedanken, dass die Art und Weise, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt, und mit welchen Erwartungen er an sie herantritt, durch seine Beziehungen zu wichtigen frühen Bezugspersonen („Objekten“) geprägt wird. Diese Objekte können geliebt oder gehasst werden. Hier blieb Klein dem Freudschen Triebkonzept von Libido und Todestrieb treu.